Japanisch, spezielle Innenarchitektur Stil Expertisen

Japanischer Innenarchitektur Stil

Japanische Wohnräume erzeugen Ruhe. In ihnen finden Sie Kontemplation und Selbsterfahrung…

Such-Filter:

RUHE FINDEN UND SICH SELBST.

Die japanische Innenarchitektur spielt gezielt mit dem Einsatz von Licht und Schatten. Dächer schirmen die Sonne ab und erzeugen ein weiches und gedimmtes Naturlicht im Innenbereich.

Ein häufiges Missverständnis ist die Assoziation von “japanisch” mit Geradlinigkeit, Purismus und Einfachheit. Richtig ist, dass japanisches Design stets “prunklos” und schlicht – im westlichen Sinne – ist.

Der Begriff “Geradlinigkeit” muss durch Klarheit ersetzt werden.

Japanische Innenarchitektur ist zwar stets fest umrissen und funktional, aber gerade Unregelmässigkeiten und Zufälligkeiten sind evidente Merkmale japanischer Ästhetik. Ein wesentlicher Aspekt japanischer Ästhetik ist die Asymmetrie.

Symmetrie hat einen statischen Charakter, während gekonnte Asymmetrie Dynamik und Beweglichkeit vermittelt.

Dadurch, dass der japanische Raum nach aussen eigentlich nicht abgegrenzt ist, besteht zwischen dem Innenraum und dem Gartenraum eine vollkommene Einheit. Im Raum sitzend erlebt man unmittelbar das Draussen. So formt man Büsche, streut Sand in welligen Figuren, die an Wasser erinnern, setzt grosse Steine – wie Inseln. Der japanische Garten ist ein Gemälde und er ist in seinen fast überbetont organischen Formen genauso bewusst gestaltet wie das japanische Haus in seiner strengen Geometrie.

Der Innenraum braucht den Garten, wie der Garten den Innenraum braucht.

Das Geometrische und das Organische – jedes in seiner vollen Reinheit – ergeben zusammen erst das Abbild der kosmischen Harmonie.

Kleine unregelmässig verlaufende Steinpfade, die den Moosboden schützen, führen zu Meditationsplätzen. Geradlinige Bambuszäune und schlichte Tore bilden die Abgrenzung des Gartens. Abgeschieden und weltfern kann man sich seinen Gedanken widmen.

ZEN-BUDDHISMUS im Interior Design

Der Zen-Buddhismus hat die japanische Innenarchitektur stark beeinflusst. Die Zentralidee des Buddhismus ist “Leere” und “Wesenlosigkeit”. Danach haben Dinge kein Wesen – alles fliesst. Dinge sind nur Zusammensetzungen verschiedener Elemente, die sich nach einiger Zeit wieder auflösen, um andere Zusammensetzungen zu bilden. Schöpferische Konsequenz dieser Zen-Anschauung sind

die leere Mitte und die Bewegung suggerierende Asymmetrie der Gestaltungselemente.

Dies betrifft Räume ebenso wie Gärten und Kunstwerke.

In einem weiteren Gegensatz wird die ästhetische Hochwertigkeit der verwendeten Materialien nicht nach deren Materialwert, sondern nach deren Natürlichkeit beurteilt –

Nach der unverfälschten Evidenz des Materials.

Hochwertig sind z.B. rauer Eisenguss, die narbige Maserung des Holzes, sprödes Stroh und Bambus.

Sichtbare Gebrauchsspuren, die ein eigenes unverwechselbares Muster kreieren, werden geschätzt.

Das im Alter schön gewordene Holz ist nicht schön, weil es eben schön ist, sondern weil es sozusagen Lebenserfahrung in sich aufgesaugt hat.

INDOOR + Japanische Innenarchitektur folgt entsprechend dieser japanischen Überzeugung dem Schönheitsideal:

“BEAUTY BORN BY USE”.

Das Vorbild klassischer japanischer Verfeinerung

Gegenüber westlichem Handwerk besitzt das klassisch-japanische Handwerk einen geradezu unwahrscheinlichen, rätselhaften Grad der technischen und der ästhetischen Verfeinerung und Vollendung.

Das klassisch-japanische Handwerk ist das Handwerk einer Feudalgesellschaft und der dazu gehörigen Feudalwirtschaft.

Nur in einer Feudalgesellschaft kann das ästhetische Geniessen der handwerklichen Dinge mit solcher Exklusivität betrieben werden. Das bürgerliche Handwerk Europas hat die Freiheit und Selbständigkeit des wirtschaftenden Individuums mit dem konkurrenzbedingten Zwang zum ökonomischen Denken – und somit auch mit ästhetischer Einbusse – bezahlt.

Und nirgends sonst in der gesamten Geschichte der Gegenstandskultur hat das ästhetische Geniessen der handwerklichen Dinge auch nur einen entfernt so hohen Grad der geistigen Sublimiertheit erreicht, wie in der japanischen Tee-Zeremonie und in den dazugehörigen Gefässen, Räumen, Häusern und Gärten.

Übertragen auf unsere Gegenwart ist die ästhetische, geistige und menschliche Vorbildlichkeit des Klassich-Japanischen Wohnhauses in jeder Hinsicht gültig.

Das Krebsübel unserer heutigen Wohn-“Kultur” liegt nämlich primär nicht im Technischen und auch nicht im Ästhetischen, sondern im Gesellschaftlichen: im Mehr-Seinwollen der Oberen und Mehr-Scheinenwollen der Unteren. Davon ist die alt-japanische Wohnkultur beglückend fern.

Denn sie ist die Wohnkultur ökonomisch diskussionslos Gleichgestellter, d. h. in gleicherweise Hochgestellter.

Nur unter dieser Voraussetzung kann die grösste Schlichtheit Ausdruck und Merkmal der grössten Vornehmheit, des höchsten geistigen Adels sein.

Bei uns aber bedarf es eines bewussten geistigen Entschlusses des einzelnen Individuums, mit seinem persönlichen Lebensstil aus dem Teufelskreise des Mehr-Seinwollens und des Mehr-Scheinenwollens herauszuspringen, in den uns unsere westliche Konsumgüter-Industrie schier hoffnungslos verstrickt hat.

Wer aber diesen geistigen Sprung einmal getan hat, für den allerdings besitzt das klassisch-japanische Wohnen den höchsten Grad ästhetischer, geistiger und menschlicher Vorbildlichkeit.

Kontakt

Wenn Sie Ihr Projekt mit uns besprechen oder mehr über unsere Dienstleistungen und Kompetenzen erfahren möchten, rufen Sie uns an oder nutzen Sie dieses Kontaktformular. Wir melden uns bei Ihnen umgehend.

Art Deco Innenarchitektur Stil Experten & Produkte